Ein Blog über mein Jahr im Projekt Yanapanakusun!

Sonntag, 26. Oktober 2014

mit Ada auf dem Weg nach Piscohuata

Arbeit mit den Kindern in der Casa de Cultura Piscohuata

6 neue Bewohner im Centro in Cusco ;)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Die Arbeit

in Huancarani in der Casa de Cultura gefällt mir bis jetzt sehr, sehr, sehr gut!
Ich wohne mit Ada zusammen, mit der ich mich auch super verstehe. Ich fühle mich echt wohl.

Mein Arbeitstag sieht so aus:
Morgens um acht geht‘s los. Ich bereite die spätere Arbeit mit den Kindern vor, also Texte, die gelesen werden oder Zeichnungen oder die Handarbeiten. Manchmal gibt es aber auch Anderes zu tun, zum Beispiel habe ich eine Woche lang Blumentöpfe aus alten Plastikflaschen gebastelt, die Ada und ich am Freitag dann bepflanzen konnten.
In den nächsten Wochen komme ich Vormittags auch mal mit in die Comunidades, wo wir uns über die Entwicklung der Kinder, mögliche Probleme oder neue Projekte informieren. Es gibt nämlich noch in fünf weiteren zu Huancarani gehörenden Dörfern Casas de Cultura.
Um zwölf haben wir zwei Stunden Pause, und ich muss aufpassen dass ich die nicht aus Versehen durcharbeite, weil ich die Zeit vergesse. Es gibt so viel zu tun!
Um drei kommen dann die Kinder. Es gibt hier zwei Klassen, in der einen sind die 6 bis 8-jährigen, in der anderen die älteren Schüler. Ich wechsel immer alle zwei Tage zwischen den Klassen, um die Professorinnen zu unterstützen. In der ersten Stunde werden immer die Hausaufgaben gemacht, in der zweiten Stunde noch einmal der Unterrichtsstoff wiederholt oder gemalt. Und zum Schluss machen wir noch Handarbeit oder Sport, im Moment nähen die Kinder zum Beispiel Puppen und häkeln. Und ich habe einmal mit den kleinen Jungs Fußball gespielt! Danach war ich soo fertig, auf 3800m ist das Ganze schon eine Herausforderung. ;)
Am Abend bin ich von der Arbeit immer echt müde. Natürlich ist das Ganze noch nicht so leicht, mit den Kindern auf Spanisch und so. Bald fange ich aber auch an, Englischunterricht zu geben. Dafür bastel ich gerade auch ein Memory und überlege mir Spiele, die das Ganze ein bisschen leichter machen.
So, jetzt wisst ihr auch mal, wie meine Arbeit hier aussieht. Morgen geht’s wieder nach Huancarani.
Und nächstes Wochenende kommt Marit aus Puno zurück und Laura aus Accha, das heißt, wir Freiwilligen sind mal wieder alle zusammen!


Ich freu mich schon auf das, was noch kommt. :-)

mit Laura im Garten in Cusco



Sonntag, 21. September 2014

Puno, Accha, Huancarani

hier mal ein paar Bilder, damit ihr einen Eindruck davon gewinnen könnt, wie es in den Bergen so aussieht ;) ich muss zugeben, die Fotos habe ich von Marit geklaut

der Blick über die Mauer der Casa de Cultura in Accha

Casa de Cultura in Huancarani, ein bisschen was fehlt noch ;)




Puno: von der Casa de Cultura schaut man direkt auf den Titicacasee


Freitag, 19. September 2014

Auf nach Huancarani :-)

Die letzten zwei Wochen haben Marit und ich die drei Einsatzplätze Accha, Huancarani und Puno besucht.
Uns beiden hat am besten Huancarani gefallen, weil die Arbeit dort echt vielseitig ist (Arbeit mit den Kindern in der Casa de Cultura, Aufklärung in den Comunidades zu unterschiedlichen Themen und das Radio), und man so außerdem nur eine Stunde von Cusco entfernt ist.
Puno fanden wir auch toll, da gibt es auf jeden Fall auch seehr viel Arbeit! Die Casa de Cultura und alles muss noch fertig gestellt werden, die Kinder sind total süß und es gibt eine Abendschule, wo ebenfalls über Themen wie Menschenhandel, Wasserverschmutzung oder die richtige Ernährung informiert wird. Leider ist Puno aber 8h von Cusco entfernt! Das hat Marit und mir erst mal ein bisschen Angst gemacht.
In Accha hatten wir beide ein bisschen das Gefühl, nicht so sehr gebraucht zu werden. Die Casa de Cultura ist schon fertiggestellt, es gibt eine schöne Spielwiese für die Kinder und einen kleinen Gemüsegarten. Mit Sicherheit ist das alles auch sehr, sehr viel Arbeit, aber irgendwie doch nicht vergleichbar mit Huancarani oder Puno.
Heute haben wir uns dann entschieden, oder besser gesagt, wir haben den Zufall entscheiden lassen. Ich hatte Glück und werde jetzt das nächste halbe Jahr in Huancarani arbeiten. Ein bisschen habe ich auch ein schlechtes Gewissen wegen Marit (die aber auf jeden Fall auch eine gute Zeit haben wird in Puno!!), aber ich freue mich total, wenn es am Montag los geht.
Dann kann ich hier auch endlich mal was von der Arbeit erzählen! ;-)

Donnerstag, 11. September 2014

Cusco ist glaube ich die beste Stadt, in der ich in Peru landen konnte.
Irgendwie fühl ich mich hier einfach so wohl! Es gibt Kultur, gute Clubs, leckeres Essen und nette Menschen. Und außerdem ist die Stadt superschön.

Heute waren wir zum Beispiel auf dem Markt von San Pedro. Das ist eine riesige Markthalle, in der man ganz viel Essen, aber auch alles Andere kaufen kann. Natürlich sind da viele Touristen, aber auch viele Einheimische. Am Liebsten hätte ich gleich mein ganzes Geld für Bänder, Pullis oder exotische Früchte ausgegeben, aber am Sonntag wollen wir auf den Markt nach Pisac, und da will ich dann ja auch noch was kaufen können..
Außerdem haben wir diese Woche Cuscos Nachtleben für uns entdeckt! Es gibt hier total schöne kleine Bars und Clubs, die mir vor allem so gut gefallen, weil die Szene eher alternativ ist. Und wir haben gleich am ersten Abend genau die richtigen Leute kennengelernt! So sind wir in einem Salsaclub gelandet und haben unsere ersten Schritte gelernt, und am nächsten Tag gab es woanders eine live Band. Die hießen Amaru Pumac Kuntur und waren richtig gut!! Und auf jeden Fall mal was anderes als das, was man in Deutschland so hört.

Ich finde es hier einfach spannend, dass die Traditionen und die Kultur der Inkas noch immer so präsent sind, und das nicht nur wegen dem Tourismus. Die Leute sind einfach noch sehr eng mit der Vergangenheit verbunden und leben die Kultur. In Cusco macht sich das durch die Musik, die Tänze und die Feiern bemerkbar, auf dem Land vor allem durch die Sprache (viele Leute dort sprechen nur schlecht Spanisch und ansonsten Quechua) und den Glauben. Eine Lehrerin des Centros hat mich zum Beispiel gewarnt, ich solle mich auf dem Land lieber von verlassenen Ruinen oder kleinen Wegen fernhalten, weil es dort starke, schlechte Energie gebe, die mich krank machen könne.

Ihr seht, ich bin gerade ziemlich begeistert von der Region und Stadt Cusco. Heute gehts noch nach Puno, und danach fangen wir endlich richtig an zu arbeiten.

Ich schreibe bald noch mal,wenn wir alle Einsatzplätze besichtigt haben und feststeht, wer wo arbeitet. Ciao! :)

Sonntag, 31. August 2014

Die ersten Tage in Cusco

 waren sehr, sehr schön, aber auch sehr, sehr anstrengend. Eigentlich komisch, denn wirklich arbeiten mussten wir bis jetzt noch nicht. Donnerstag sind wir angekommen, Freitag war der erste „richtige“ Tag. Den Vormittag über haben wir in der Küche geholfen, und dann sind wir in Begleitung von Judith das erste Mal runter in die Innenstadt gelaufen. Sie hat uns ganz viel gezeigt, viele verschiedene Straßen und Läden und später haben wir zu zweit dann noch die plaza de armas entdeckt. Die ist wunderschön, mit einer Kirche und umrahmt von alten Gebäuden, deren Fundament noch aus der Inkazeit stammt. Leider aber auch ziemlich überfüllt von den ganzen Touristen (ich als Freiwillige kann da jetzt ja mal ein bisschen herablassend sein ;-). Zum Abschluss waren wir noch einen Kakao trinken und haben uns dann bei einbrechender Dunkelheit auf den Heimweg gemacht.

Samstag bin ich nach dem Frühstück mit Jose und Judith (Marit blieb im Centro, weil sie noch skypen wollte) wieder in die Stadt, weil wir auf dem Flohmarkt Cuzcos Besorgungen machen und außerdem Leine und Halsband für die Hunde kaufen wollten. Die bleiben nämlich immer auf dem Grundstück des Centros, und Marit und ich finden, sie hätten mal etwas Auslauf verdient. Ich glaube, die anderen halten mich für ein bisschen verrückt weil ich die Hunde so lieb habe, aber die sind einfach so süß!!!
Natürlich haben wir die Leine vergessen zu kaufen, dafür hab ich aber ein Buch gefunden, mit dem ich Quechua lernen kann, und Jose hat mir ein schönes, buntes Armband als Begrüßungsgeschenk gekauft. Pünktlich zum Essen waren wir wieder zurück. Wir hatten noch ein Gespräch mit Ronald, endlich ging es mal um unsere Arbeit! Wir haben mit ihm abgeklärt, dass wir erstmal alle Einsatzplätze besichtigen, bevor wir uns entscheiden, wer wohin geht. Sonntag bis Dienstag sind wir im circa 4 Stunden entfernten Accha, Donnerstag dann für einen Tag in Huancarani, das man mit dem Bus in so einer Stunde erreicht, und irgendwann danach reisen wir für drei, vier Tage an den Titicacasee nach Puno, das mit ungefähr 6 Stunden nicht nur am weitesten entfernt, sondern mit 4000m auch am höchsten gelegen ist. Ich bin mal gespannt, wie wir uns entscheiden. Und dann beginnt unsere Arbeit, das Freiwilligenjahr, erst richtig.
Jose hat uns danach noch angeboten, das Hogar, also das Heim zu zeigen. Momentan leben dort 17 Mädchen, das Jüngste ist erst zehn Monate alt. Sie alle waren sehr nett und süß und wir werden auf jeden Fall mal vorbeischauen, um mit ihnen zu spielen.
Nachher waren Marit und ich noch mal in der Stadt, das Hundezeug kaufen und noch ein bisschen rumlaufen. Wir waren also das erste Mal ganz allein unterwegs. Die Leute im Centro warnten uns vorher, dass es schon öfter passiert sei, dass die Leute von der Innenstadt aus nicht mehr den Weg zurück fänden. Tja, natürlich ist uns genau das passiert. Erst waren wir uns nicht sicher, welchen Bus wir nehmen können (die Linien haben hier Namen wie „Inca Express“ oder „Colombia“, und es gibt keine Fahrpläne, sondern man muss einfach wissen, wohin sie fahren), also beschlossen wir zu laufen. Keine gute Idee. Irgendwann fanden wir uns im Dunkeln in einer einsamen, nicht beleuchteten kleinen Straße wieder, und fühlten uns irgendwie nicht mehr so ganz wohl. Zum Glück kam nach einiger Zeit ein Taxi vorbei, das uns sicher nach Hause brachte. Trotzdem, das nächste Mal nehmen wir lieber doch den Bus.
Heute gehts dann los nach Accha. Ich bin auf die Kinder gespannt und wie es da so ist.
Außerdem hat mir Barbara von einem Reggaekonzert erzählt, wo wir bestimmt mal hingehen.
Die nächsten Tage werden auf jeden Fall spannend! :-)


unser Blick auf Cuzco